Glasverbot im Kölner Karneval – Drink doch ene met…
stell dich nit esu ann,
du stehs he die janze Zick eröm.
Häss du och kei Jeld,
dat is janz ejal,
drink doch met unn kümmer disch net drömm.
so singen die Bläck Föss in einem der bekanntesten Karnevals-Gassenhauer und die Jecken gröllen aus vollem Halse mit.
Dieses Jahr muß sich allerdings derjenige, der draußen ein Flaschenbier trinken will, sehr wohl “drömm kümmere“.
Es gilt nähmlich jetzt doch ein Flaschenverbot in den für die Karnevalisten so wichtigen Stadtteile Altstadt, Kölner Ringe und Zülpicher Straße (Warum gilt das Verbot eigentlich nicht in der Südstadt?).
Das mit dem Flaschenverbot war ja ein jeckes Hin-und-Her:
- Am 17 Dezember 2009 beschließt der Rat der Stadt Köln ein Glasverbot für den Kölner Karneval: Zu bestimmten Zeiten sollen der Verkauf und das Mitführen von Gläsern und Glasflaschen verboten werden. Die Regelung gilt für die Altstadt, das Zülpicher Viertel und Teile der Ringe, und zwar Weiberfastnacht von 8 Uhr bis Karnevalsfreitag 8 Uhr (auf den Ringen erst ab 18 Uhr), an den folgenden Tagen bis Rosenmontag in allen drei Bereichen jeweils von 18 Uhr bis 8 Uhr des nächsten Tages.
- Mit einer Plakatkampagne unter dem Motto “Spaß ohne Glas” wird (versucht) das Glasverbot bekannt zu machen.
- Brauereien und Kiosk-Besitzer ärgern sich
- Anwohner der betroffenen Stadtteil werden per Handzettel im Briefkasten darüber informiert, dass sie sehr wohl noch volle Wasser-Kästen in Ihre Wohnungen schleppen dürfen. Aber Achtung: keine offene Flasche darf auf der Straße transportiert. So mancher fühlt US-amerikanische Verhältnisse und denkt schon über braune Papiertüten zur Tarnung des Getränkes nach.
- 27.01.2010 Ein Anwohner (angeblich ein Student) hat keine Lust auf braune Papiertüten und möchte sein Kölsch auf der Straße trinken. Er klagt und gewinnt (vorerst): Das Verwaltungsgericht Köln stoppt das Glasverbot.
- 10.02.10 (heute:ein Tag vor Weiberfastnacht) – ui, das war aber knapp. Das Oberverwaltungsgericht gibt der Beschwerde der Stadt Köln statt: Das Glasverbot ist rechtens. Mehr Infos.
Hier steht genau was wie wo gilt!
Zu dieser Minute dürfte im Ordnungsamt der Stadt Köln Hektik ausbrechen. Schließlich muß das Glasverbot ja kontrolliert und Verstöße geahndet werden. Ganze Scharen von Ordnungsamt-Vollstreckern müssen sich auf die feiernde Meute stürzen. Man darf gespannt sein.
rheinformat empfiehlt: Das Kölsch in ´ne schicke Aluflasche umfüllen.
In diesen Sinne : Kölle Alaaf!!!
P.S: Auf unserem Twitter Kanal gibt es morgen Live Bilder vom Kölner Karnval.
Wer ist diese Frau?
Im letzten Jahr fiel Sie mir vermehrt auf: die blonde Schönheit mit den stahlblauen Augen.
Mal möchte Sie mir einen Kredit andrehen, mit dem ich meine Wünsche jetzt erfüllen kann:
Mal hält Sie mir auf dem McDonald´s Urinal fröhlich lächelnd einen Wert-Bon entgegen:
Das nächste Mal lächelt Sie genauso und hat auch dasselbe gelb-gestreifte Top an – diesmal möchte Sie mir allerdings einen tollen Handytarif des Express näher bringen:
Auch bei unzähligen anderen Gelegenheiten, bei denen ich keine Kamera griffbereit hatte, zeigte sie ihr freundliches Lächeln und hielt irgendeinen Gegenstand in die Kamera.
Wer ist diese Frau? Das meistgebuchte Modell Deutschlands, das immer dasselbe Oberteil trägt? Oder ist sie im Sonderangebot bei einer Bilddatenbank a lá Getty Images? Oder kommen die Motive alle von einer Agentur, die nur die Rechte für dieses eine Bild hat? Oder gibt es keine anderen Bilder von Frauen, die den Armen ausstrecken? Oder was ist hier los?
Weiß jemand mehr?
Google Trends – das Wachstumsbeschleunigungsgesetz – ein absurder Name für ein absurdes Gesetz
Unser Google Trendbarometer zeigt: das Wachstumsbeschleunigungsgesetz ist seid November 2009 ein Topthema.
Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Daher sollten sich die Deutschen mal richtig auf das am 01. Januar 2010 in Kraft tretende Wachstumsbeschleunigungsgesetz (hier die Eckpunkte des Gesetzes) freuen – immerhin gibt es Steuerentlastungen in Höhe von 8,5 Milliarden Euro. “Juppie!” sollte man denken. Die Freude über die Steuergeschenke unserer neuen Regierung scheinen sich allerdings in Grenzen zu halten und kaum einer wird am Sylvesterabend die Sektkorken in Vorfreude knallen laßen. Wie kommt es?
Mögliche Gründe:
1. der absurde Name: Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Da scheint manch eine/r zu ahnen, dass er/sie für dumm verkauft wird. Der Name impliziert den gewünschten Effekt des Gesetzes auf plakative Art und Weise. Klar, das Wachstum wird beschleunigt! Aber halt – was ist, wenn gar kein Wachstum passiert, das dieses Gesetz beschleunigen könnte? Na ja, wir werden sehen. Auch gespannt kann der Deutsche auf weitere Gesetze sein, die in Bildzeitungsmanier den Namen zum Programm machen. Vielleicht kommt ja 2010 das “keinearbeitslosenmehrgesetz” – angebracht wäre wohl auch ein “antivolksverdummungsgesetz”, das eben solche Namensgebungen verbietet.
2. die Wachstumsimpulse des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes werden von vielen Volkswirtschaftlern als gering beschrieben. (Hier ein interessanter Artikel des Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung). Aber selbst dem einfachem BWLer, der sich im Studium eher dem Marketing als der schnöden VWL widmete, erschließt sich die Sinnhaftigkeit des Wachstumsbeschleunigungsgesetz nicht. Beispiel Erhöhung des Kindergelds: Mit € 20,- mehr pro Kind können die Familien mal so richtig fett shoppen gehen – hmm, ob das den Binnenkonsum so richtig ankurbelt??? Die Freude über den Geldsegen dürfte gehörig dadurch getrübt werden, dass aufgrund der Steuerausfälle den Kommunen weniger Geld für die Kinderbetreuung zur Verfügung steht. Aber halb so wild, wenn der Kleine wegen klammer Kassen keinen Kindergartenplatz mehr ergattert, zahlt man noch 1,50 € drauf, ist ein Ausflug ins Phantasialand drin.
3. Für den Tag im Phantasialand wird die nächste Generation noch lange zahlen. Das Wachstumsbeschleunigungsgesetze ist gleichzeitig ein Schuldenbeschleunigungsgesetz: 8,4 Milliarden Euro an Steuerausfällen werden erwartet, die Gegenfinanzierung nicht wirklich geklärt. Auf Pump lebt es sich wohl doch am Schönsten, oder?!
Auch, was soll der ganze Pessismus! 2010 wird das Jahr des Wirtschaftswachstums, das Dank des Wachstumsbeschleunigungsgesetz sogar noch beschleunigt wird.
Google Trends – Tiger Woods und die Sexsucht oder wieso Wiener Holzdildos auf dem Weihnachtsmarkt kaufen
Zum Jahresausklang nehmen wir eine neue Kategorie in unseren blog auf: anhand des Tools Google Trends schauen wir uns an, nach welchen Wörtern die Menschen bei Google suchen. Welche Trends zeichnen sich ab? Welche Themen sind aktuell? Und was interessiert die Leute nicht mehr? Anhand von Google Trends lassen sich viele gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Entwicklungen sehr gut nachvollziehen. Besonders Spaß machen natürlich auch die Boulevardthemen oder der reine Blödsinn.
Heißes Thema ist in den USA sind im Moment die sexuellen Eskapaden von Tiger Woods.
In den Medien wird die angebliche Sexsucht von Tiger Woods ausgiebig diskutiert. Und tatsächlich, das Thema Sexsucht scheint an Bedeutung zu gewinnen. Die Kurve bei Google Trends offenbart: Suchanfragen steigend!
Gerade seid Frühjahr 2009 explodieren die Suchanfragen “Sexsucht”. Besonders die Österreicher scheinen interessiert - sowie in Deutschland die Oldenburger.
Wie kommt dieser Trend zustande? Was ist mit den Oldenburgern los – dass die Wiener am Thema interessiert sind überrascht dagegen wohl weniger.
Sexsucht ist auf jeden Fall ein Thema, das anscheinend zunehmend zum gesellschaftlichen Problem wird. Wenn wundert es in Zeiten von youporn und Holzdildos auf dem Weihnachtsmarkt?
Wer sich jetzt fragt: “Oh weia, bin auch sexsüchtig? Ist es normal, dass ich der Sekretärin bei der Weihnachtsfeier pausenlos auf Dekolleté
geglotzt habe?” Der mache besser den ultimativen Test bei bild.de:
“Woran Sie erkennen, ob Sie auch sexsüchtig sind”
Falls Du positiv getestet bist und dann bei Google den Begriff “Sexsucht” eingibst um Therapiemöglichkeiten zu finden: Fehlanzeige. Du landest auf www.sexsucht.net. – wo Du neben der Darstellung von sexwilligen Hühnern aus Bergheim noch mal testen kannst, wie schlimm es um Dich bestellt ist.
Bei Wikipedia heißt Sexsucht übrigens Hypersexualität.
Stay tuned, bis zur nächsten Google Trends ANALyse. pfui!
Fenster oder Gang? Sodbrennen: ja oder nein?
Das sind so die typischen Fragen der attraktiven Airline-Mitarbeiterin beim Check-In am Flughafen…
Ne is klar, und nachdem uns die Dame ein Sodbrennen-Mittelchen empfohlen hat, treffen wir noch die Pilotin in der Apotheke, die uns grinsend eine “Gute Wahl” bescheinigt. Dass in der Werbung viel gelogen wird ist ja nichts Neues. Aber wie diese absurde Episode uns überzeugen soll, ist mir schleierhaft: Die Werbeerinnerung geht wohl gegen Null – eine Minute nach dem Clip konnte ich mich an den Namen des Mittels schon nicht mehr erinnern. Die Autorität der Testimonials ist fraglich – wieso hat Flugpersonal medizinisches Experten-Wissen?
Check-in nach Absurdistan hier:
noch mehr Beispiele für nervige Werbung gibt es hier.









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