mit Twitter um die Welt – Twitchhiker erobert nach Europa und USA jetzt Neuseeland
Könnt Ihr Euch noch an Matt erinnern, der auf seinen Reisen immer eine Kamera mitnahm und an jedem Ort, ob es passte oder nicht, herumzappelte. Matt nannte das Tanzen. Auf jeden Fall wurde er zu einer der ersten YouTube-Berühmtheiten und fand dadurch schnell Sponsoren, die die nächsten Reisen finanzierten. Möglich wurde das, weil Matt mit seinen Filmen so viele Zuschauer gewinnen konnte, dass es für Werbepartner interessant wurde.
Irgendwie habe ich solche Junge wie Matt in letzter Zeit in der Websphäre vermisst. Doch jetzt gibt es einen neuen Weltenbummler, der sich sinnigerweise Twitchhiker nennt. Im wahren Leben heißt er Paul und schreibt u.a. für die englische Guardian. Seine Idee besteht darin, in 30 Tagen möglichst weit auf seiner Weltreise zu kommen, die er nach einigen Vorbereitungsmonaten im März 2009 antreten konnte.
Das Hauptkommunikationsinstrument des Twitchhikers ist natürlich Twitter. Hier berichtet er nicht nur, wo er sich gerade befindet, sondern es können alle mit ihm dort Kontakt aufnehmen, um ihm einen Schlafplatz auf seiner Reise anzubieten. Denn Paul will um die Welt reisen, ohne dafür selber Geld auszugeben. Folgende fünf Regeln hat Paul für die Reise erstellt:
- I can only accept offers of travel and accommodation on Twitter, from users who are following @twitchhiker
- I can’t make any plans further than three days in advance
- I can only spend money on food, drink and anything that might fit in my suitcase
- If there’s more than one offer on the table, I get to choose which I take. If there’s only one, I have to take it within 48 hours.
- If I’m unable to find a way to move on from a location within 48 hours, the challenge is over and I go home.
Die Bilanz kann sich bisher sehen lassen. Nach Europa und USA ist Paul jetzt in Neuseeland angekommen. Auf Twitter hat er bereits mehr als 9.000 Followers. Es ist sicherlich nur noch eine Frage von Tagen, bis die 10.000er Marke geknackt wird. Und immer mehr Pressevertreter werden auf den Twitchhiker aufmerksam. Mal schau´n, wie die Bilanz von Paul im April aussieht, wenn er in das regnerische England zurückgekommen ist. Auf jeden Fall haben zahlreiche Tourismusmanager versagt, die nicht die Chance genutzt haben, Paul zu sich einzuladen. Schade aber auch.
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