Google Trends – das Wachstumsbeschleunigungsgesetz – ein absurder Name für ein absurdes Gesetz
Unser Google Trendbarometer zeigt: das Wachstumsbeschleunigungsgesetz ist seid November 2009 ein Topthema.
Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Daher sollten sich die Deutschen mal richtig auf das am 01. Januar 2010 in Kraft tretende Wachstumsbeschleunigungsgesetz (hier die Eckpunkte des Gesetzes) freuen – immerhin gibt es Steuerentlastungen in Höhe von 8,5 Milliarden Euro. “Juppie!” sollte man denken. Die Freude über die Steuergeschenke unserer neuen Regierung scheinen sich allerdings in Grenzen zu halten und kaum einer wird am Sylvesterabend die Sektkorken in Vorfreude knallen laßen. Wie kommt es?
Mögliche Gründe:
1. der absurde Name: Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Da scheint manch eine/r zu ahnen, dass er/sie für dumm verkauft wird. Der Name impliziert den gewünschten Effekt des Gesetzes auf plakative Art und Weise. Klar, das Wachstum wird beschleunigt! Aber halt – was ist, wenn gar kein Wachstum passiert, das dieses Gesetz beschleunigen könnte? Na ja, wir werden sehen. Auch gespannt kann der Deutsche auf weitere Gesetze sein, die in Bildzeitungsmanier den Namen zum Programm machen. Vielleicht kommt ja 2010 das “keinearbeitslosenmehrgesetz” – angebracht wäre wohl auch ein “antivolksverdummungsgesetz”, das eben solche Namensgebungen verbietet.
2. die Wachstumsimpulse des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes werden von vielen Volkswirtschaftlern als gering beschrieben. (Hier ein interessanter Artikel des Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung). Aber selbst dem einfachem BWLer, der sich im Studium eher dem Marketing als der schnöden VWL widmete, erschließt sich die Sinnhaftigkeit des Wachstumsbeschleunigungsgesetz nicht. Beispiel Erhöhung des Kindergelds: Mit € 20,- mehr pro Kind können die Familien mal so richtig fett shoppen gehen – hmm, ob das den Binnenkonsum so richtig ankurbelt??? Die Freude über den Geldsegen dürfte gehörig dadurch getrübt werden, dass aufgrund der Steuerausfälle den Kommunen weniger Geld für die Kinderbetreuung zur Verfügung steht. Aber halb so wild, wenn der Kleine wegen klammer Kassen keinen Kindergartenplatz mehr ergattert, zahlt man noch 1,50 € drauf, ist ein Ausflug ins Phantasialand drin.
3. Für den Tag im Phantasialand wird die nächste Generation noch lange zahlen. Das Wachstumsbeschleunigungsgesetze ist gleichzeitig ein Schuldenbeschleunigungsgesetz: 8,4 Milliarden Euro an Steuerausfällen werden erwartet, die Gegenfinanzierung nicht wirklich geklärt. Auf Pump lebt es sich wohl doch am Schönsten, oder?!
Auch, was soll der ganze Pessismus! 2010 wird das Jahr des Wirtschaftswachstums, das Dank des Wachstumsbeschleunigungsgesetz sogar noch beschleunigt wird.
IKEA macht mal wieder cleveres Guerilla Marketing – Kino Projektionen
IKEA ist ja kein Neuling bei uns, was clevere Guerilla Marketing und Social Media Aktionen betrifft. Diesmal überraschte IKEA Kinobesucher in Österreich mit der Projektion den Namens und Preises des IKEA Möbels, welches in Szenen des Hauptfilms auftauchte. Für die Projektionen sorgten Promoter, die im Zuschauerraum saßen und mit einer starken Lampe inkl. Schablone ausgestattet waren. Nach dem Film wurde am Ausgang der neue IKEA Katalog verteilt.
Clevere Aktion – wir fragen uns nur, ob die unfreiwilligen Produkteinblendungen die Kinozuschauer nicht genervt haben.
Mc Donald´s läßt den Kaffee qualmen – Außenwerbung / Citylights mal anders
Das dürfte so manchen Kanadier Lust auf einen heißen Kaffee vom goldenen M gemacht haben. In Vancouver wurden in CityLight-Rahmen Kaffeebecher mit kleinen Nebelmaschinen eingebaut, die den Kaffee in regelmäßigen Abständen dampfen lassen.
Google Trends – Tiger Woods und die Sexsucht oder wieso Wiener Holzdildos auf dem Weihnachtsmarkt kaufen
Zum Jahresausklang nehmen wir eine neue Kategorie in unseren blog auf: anhand des Tools Google Trends schauen wir uns an, nach welchen Wörtern die Menschen bei Google suchen. Welche Trends zeichnen sich ab? Welche Themen sind aktuell? Und was interessiert die Leute nicht mehr? Anhand von Google Trends lassen sich viele gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Entwicklungen sehr gut nachvollziehen. Besonders Spaß machen natürlich auch die Boulevardthemen oder der reine Blödsinn.
Heißes Thema ist in den USA sind im Moment die sexuellen Eskapaden von Tiger Woods.
In den Medien wird die angebliche Sexsucht von Tiger Woods ausgiebig diskutiert. Und tatsächlich, das Thema Sexsucht scheint an Bedeutung zu gewinnen. Die Kurve bei Google Trends offenbart: Suchanfragen steigend!
Gerade seid Frühjahr 2009 explodieren die Suchanfragen “Sexsucht”. Besonders die Österreicher scheinen interessiert - sowie in Deutschland die Oldenburger.
Wie kommt dieser Trend zustande? Was ist mit den Oldenburgern los – dass die Wiener am Thema interessiert sind überrascht dagegen wohl weniger.
Sexsucht ist auf jeden Fall ein Thema, das anscheinend zunehmend zum gesellschaftlichen Problem wird. Wenn wundert es in Zeiten von youporn und Holzdildos auf dem Weihnachtsmarkt?
Wer sich jetzt fragt: “Oh weia, bin auch sexsüchtig? Ist es normal, dass ich der Sekretärin bei der Weihnachtsfeier pausenlos auf Dekolleté
geglotzt habe?” Der mache besser den ultimativen Test bei bild.de:
“Woran Sie erkennen, ob Sie auch sexsüchtig sind”
Falls Du positiv getestet bist und dann bei Google den Begriff “Sexsucht” eingibst um Therapiemöglichkeiten zu finden: Fehlanzeige. Du landest auf www.sexsucht.net. – wo Du neben der Darstellung von sexwilligen Hühnern aus Bergheim noch mal testen kannst, wie schlimm es um Dich bestellt ist.
Bei Wikipedia heißt Sexsucht übrigens Hypersexualität.
Stay tuned, bis zur nächsten Google Trends ANALyse. pfui!
Guerilla Marketing Aktionen zum Klimagipfel in Kopenhagen – uns steht das Wasser bald bis zum Hals
Gerade verhandeln die Staatsoberhäupter in Kopenhagen über mögliche Maßnahmen zur Einschränkung des Klimawandels. Der Klimagipfel hat aufgrund seiner globalen Bedeutung entsprechende Beachtung in den internationalen Medien. Eine gute Möglichkeit für die Klimaschützer mit Guerilla Marketing Maßnahmen während des Klimagipfels Ihren Standpunkt zu demonstrieren.
Ein gutes Beispiel ist eine Aktion der Klima-Allianz vor dem Brandenburger Tor: In einem riesigen Aquarium wurde die Verhandlungsrunde beim Klimagipfel in Kopenhagen gezeigt. Darsteller mit Masken der Staats- und Regierungschefs saßen an einem Verhandlungstisch, redeten und redeten während ihnen der Wasserspiegel bis zum Hals stieg.
Die Aktion erzielte eine hohe Medienpräsenz.
Der WWF macht auf das Schicksal der Eisbären mit einem riesigen Eisbär aus Eis aufmerksam, der auf einem Platz in Kopenhagen langsam dahin schmilzt. Live zu beobachten per Livestream.
eine gute Übersicht über Bilder von aufmerksamkeitsstarken Protestaktion der Aktivisten ist hier zu finden.





Bitte hier lang