ergo Werbespot macht auf High Fidelity – Klon, Plagiat, Ideenklau oder legitime Inspiration?
Die letzten Tage erfreuten wir uns an den angeregten Diskussionen auf diversen Blogs und Websites über den aktuellen Werbespot von ergo. Augenscheinlich hat hier der Film High Fidelty als schöpferische Vorlage gedient – dies hat seit letzten Donnerstag ein Clip auf youtube veranschaulicht, der den Werbespot und Szenen aus dem Film gegenüberstellt. Dabei wurde der Text des Werbespots über die Filmausschnitte gelegt, was die verblüffende Ähnlichkeit noch verstärkt: Im ergo Werbespot wurde anscheinend versucht, vom Setting (U-Bahn-Abteil, Treppe U-Bahn-Station mit Stahlträgern, Wohnung…) bis zur Gestik von John Cusack möglichst nah an der Filmvorlage zu bleiben. Zufall ausgeschlossen!
Besonders heiß diskutiert wird, ob die verantwortliche Agentur Aimaq & Stolle aus Berlin im Kundenauftrag handelte oder nicht. War es Kundenwunsch, sich möglichst nah an der Filmvorlage zu orientieren? Laut w&v sind Agentur und Unternehmen nicht für eine Stellungnahme erreichbar.
Auf dem off the record blog findet sich folgende Stellungnahme der ergo Pressestelle:
“Es freut uns, dass unsere Kampagne so viel Aufmerksamkeit bekommt. So viel Aufmerksamkeit, dass sich Leute in ihrer Freizeit damit auseinandersetzen und eigene Videos dazu produzieren! Ausgangspunkt unserer Überlegungen ist der Kunde, sein offenes Wort und seine Wünsche an uns als Versicherung. Diese Idee haben wir in 3 TV-Spots und 6 Printmotiven umgesetzt. Und einer der Spots lehnt sich zur bildlichen Umsetzung an den Film “High Fidelty” an. Das ist jedoch nur eine formale Klammer. Der Film selbst hat mit unserer Kampagnenidee nichts zu tun. Wenn ein eingefleischter Fan von John Cusack den Spot als Hommage an seinen Lieblingsfilm verstehen möchte, freuen wir uns natürlich. Übrigens: der dritte Spot läuft in wenigen Tagen an. Seid gespannt!”
“Formale Klammer”? Da winkt mal wieder ein schöner Marketing Euphemismus…
In jedem Fall zeigt sich hier wieder, wie schnell sich aufgrund viraler Effekte eine derartige Disukussion verselbständigen kann. Am Freitagabend war der “Enthüllungs-Clip” auf youtube über 31.000 mal angeklickt worden. Anscheinend haben einige Verantwortliche kalte Füße bekommen und bei youtube und vor kurzer Zeit auch auf vimeo eine Sperrung der Clips veranlasst. Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von EMI Music Publishing Germany GmbH nicht mehr verfügbar.
Andere Filmausschnitte sind dagegen noch abrufbar – hier scheint das Urheberrecht kein Thema zu sein.
Den “Enthüllungs-Clip” gibt es noch auf der horizont Website
Und zuletzt noch ein Zitat aus der Netzgemeinde, welches uns viel Freude bereitet hat:
…Da klauen die Aimaqs schon wie Chorweiler Sonderschüler und bauen dann auch noch so nen knallchargigen Unsympathen zusammen…
Schreibe einen Kommentar
Nettes Mädchen auf Chatroulette? … Virales Horror Marketing
Stell´ Dir vor, Du chattest beim Chatroulette und triffst auf eine Brünette mit süßem Lächeln, die Anstalten macht ihre Bluse aufzuknöpfen.
Eine recht nette Überraschung! Was dann folgt…, aber schaut selbst:
Besonders lustig fanden wir die geschockten Gesichter der pubertierenden Jungs….
Diese virale Marketingaktion wirbt für den neuen Kinofilm “Der letzte Exorzismus”, in dem es um einen Priester geht, der von einer Dokufilmcrew dabei gefilmt wird, wie er ein letztes Mal einen Exorzismus durchführen will….
Der Priester Cotton Marcus hat sogar eine eigene Webseite : Church of Saint Marks.
Eine erschreckend gut geplante virale Marketing Aktion!
Das Chatroulette für virale Marketing Kampagnen genutzt wird, gab es ja in der Vergangenheit bereits (siehe Blogbeitrag).
One Kommentar zu “Nettes Mädchen auf Chatroulette? … Virales Horror Marketing”
Schreibe einen Kommentar
Guerilla Marketing auf chinesisch – Kauf ein Haus und Du bekommst eine Ehefrau gratis dazu
Die Gratis-DVD bei der Zeitschrift oder andere Gratis-Produktbeigaben – die kennen wir ja auch. Aber eine Ehefrau beim Hauskauf gratis ??? So etwas kann wohl auch nur den Chinesen einfallen – und auch die haben sich über die Anzeige einer Immobilenfirma zum chinesischen Valentisntag sehr gewundert, die versprach: “Kauf ein Haus und es gibt eine Ehefrau gratis”.
Da gab es doch so einige Rückfragen an die Immobilienfirma, bei denen sich heraustellte: war anscheinend nur ‘nen Marketing-Gag. Wobei ein Immobilienmakler sich die Bemerkung “Wir beabsichtigen, Ehefrauen an Kunden zu geben, wir können allerdings nicht garantieren, welches Alter die Frauen haben” nicht verkneifen konnte.
Oder meinen die es vielleicht doch Ernst? Laut diesem Bericht sieht es so aus:
http://www.chineast.de/stories/bei-hauskauf-ehefrau-gratis-dazu/
One Kommentar zu “Guerilla Marketing auf chinesisch – Kauf ein Haus und Du bekommst eine Ehefrau gratis dazu”
-
Anastasia Bauser am
August 23rd, 2010 20:34
Diese chinesische Immobilienfirma hat verstanden, wie man sich gut vermarkten kann, um das Unternehmen bekannter zu machen. Jedoch muss bedacht werden, dass auch bei der oben genannten Marketingstrategie heftige Gegenreaktionen ausgelöst werden können, denn hierbei werden Frauen gezielt als “Gegenstand” benutzt.
Schreibe einen Kommentar
Das ist mein Gesicht auf dem Burger – Whopper Face
“Ich hätte meinen Whopper gerne mit doppelt Käse und ohne Zwiebeln” – individuelle Burger Bestellungen sind dem Burger King Kunden ja bekannt – aber dass ihn/sie nun das eigene Gesicht auf dem Burger-Papier anschaut, das dürfte viele dann doch überrascht haben.
Schreibe einen Kommentar
Werbeläufer erfreuen Festivalbesucher mit Knicklichtern oder leuchtendes Ambient Media
Für unseren Kunden Hochschule Fresenius setzten wir am letzten Wochenende in München diese Ambient Media Aktion um:
Zum Energy in the Park Festival 2010 beglückten unsere Promoter/innen die Besucher mit Knicklichtern, die dann beim Festival beim Auftritt von Reamon 1000-fach leuchteten.
Ergebnis: Zielgruppe konzentriert erreicht + zufriedener Kunde.
Mehr auf werbeläufer.de
Schreibe einen Kommentar








Bitte hier lang
Und besonders pikant – der zweite Homie scheint den Geräuschen und der Körperhaltung nach zu urteilen ordentlich an sich rumzuspielen – und dann der Schock – danach steht er wohl nicht mehr